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Wohin geht die Reise bei Lufthansa?

Ein Spagat zwischen Personalabbau vs. Fachkräftemangel !

 

Wie allgemein bekannt ist, gab es zum 01.01.2020 einen Teilbetriebsübergang der CAMO und 145er Maintenance der LHT in FRA und MUC, sowie eines Betriebsteils der LHT in Hamburg zur Lufthansa Airline.
 
So weit so gut, oder so schlecht. Je nach Betrachtungswinkel.
 
Das Gute daran war, dass die Teile, die übergegangen sind, ( vermeintlich ) ein wenig entspannter in die Zukunft sehen konnten. Was wiederum das Schlechte für die verbleibenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei der LHT ist. Dort wurde das nunmehr fehlende Geschäft mit der DLH direkt als Drohkulisse für den Niedergang der (unwirtschaftlichen) Line Maintenance in Deutschland aufgebaut.
 
Zusätzlich wurden dann noch die Verträge mit der UPS in Köln gekündigt und die Eurowings, welche auf den Stationen die Arbeit gesichert hat, wurde an die Nayak zur Wartung abgegeben. Den UPS Vertrag in einer Zeit zu kündigen, wo alle MRO Betriebe händeringend nach Arbeit suchen, und dementsprechend womöglich mit Kampfpreisen in die Vertragsverhandlungen gehen, lässt die Frage zu :
 
 “ Wird die Line Maintenance bewusst gegen die Wand gefahren“ ?
 
Dieser Vertrag hätte nicht gekündigt werden müssen! Auch wenn er für den Moment nicht den gewünschten Profit gebracht hat, so hätte man zumindest warten müssen, bis die Ausgangslage für neue Verhandlungen eine bessere gewesen wäre.
 
Wie man hört hatte die Station DUS ein tragfähiges Angebot für den Eurowingsvertrag abgegeben, aber schlaue Rechner geben das Geld lieber nach extern, anstatt sich vorerst mit einem lokalen Deckungsbeitrag zufriedenzugeben, zumal dieses Geld auch im Konzern geblieben wäre.
 
So wurde Stück für Stück darauf hingearbeitet, dass die Line Maintenance in Deutschland nicht mehr profitabel sein kann. Corona hat ihr Übriges dazu beigetragen. Die Pandemie hat natürlich auch bei den Airlines tiefe Spuren hinterlassen, so dass nun offen über einen nie dagewesenen Personalabbau gesprochen wird.
 
Bis Ende 2019 war noch alles eitel Sonnenschein. Es wurden bei LHT sogar Prämien für das Anwerben neuer Mitarbeiter gezahlt. Nun sind wir alle vom vermeintlichen Abbau betroffen, müssen aber trotzdem noch in die Zukunft blicken, um handlungsfähig zu sein.

Das Einzige was aktuell festzustehen scheint, ist der Abbau der Line Maintenance der LHT in Deutschland.
 
Es gibt auf den Stationen der LHT gut ausgebildetes Personal, welches dringend eine Perspektive braucht. Diese Perspektive kann ein Wechsel zur Maintenance der Airline in FRA und MUC sein. Dadurch würde sich für die Kollegen welche ATZ fähig sind aber nicht in ATZ gelassen werden auch eine Perspektive ergeben. Alles in allem eine echte Win-Win Situation, die nicht verschwendet werden darf. Die Vergangenheit hat gezeigt, ist der Kollege auf der Station erstmal weg, wird es sehr schwierig Personal aufzubauen und zu qualifizieren.
 
Braucht man also mehr technisches Personal für die Zukunft als man gerne zugeben möchte?
 
Und warum bietet man Beschäftigten der LHT nicht an zu wechseln, um ATZ willigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern diese Möglichkeit zu offerieren?
 
Unsere Sachverständigen im LH BR arbeiten überörtlich daran, dass Kolleginnen und Kollegen deutschlandweit angeboten werden soll  zur LH zu wechseln, um zumindest jetzt schon einigen eine Perspektive zu bieten.
 
Wir sind aber auch fest der Meinung, dass für das restliche Personal genug Arbeit zurückkommen wird.
Deswegen muss auch hier nach ordentlichen Möglichkeiten für die Zeit dazwischen gesucht werden.
 
Das Management muss es nur wollen!
 
Wir stehen für Gespräche dazu bereit!

Dein Ansprechpartner,

unsere Vertrauensleute vor Ort!

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